Bir­git Heid auf einer Lesung in der Pfalz­bi­blio­thek Kai­sers­lau­tern
(Mai 2026) | Foto: Peter Her­zer



Bir­git Heid wur­de in Bochum gebo­ren, wuchs jedoch in Nürn­berg auf. Sie stu­dier­te Wirt­schafts­wis­sen­schaf­ten sowie Betriebs­wirt­schaft und arbei­te­te als Con­trol­lerin in einem Indus­trie­be­trieb.
In der Fami­li­en­zeit fing sie an, Mär­chen für ihre drei Kin­der zu schrei­ben, um ihnen die Welt auf die­se Wei­se zu erklä­ren. 1996 zog sie, ihrem Mann aus beruf­li­chen Grün­den fol­gend, nach Land­au. Auf einer Ver­an­stal­tung wur­de sie von Wolf­gang Diehl bzgl. des Lite­ra­ri­schen Ver­eins ange­spro­chen. Hat­te ihr Ter­min­ka­len­der noch (nen­nens­wer­te) Lücken? – Offen­sicht­lich!

2013 orga­ni­sier­te sie mit Hel­mut See­bach in Ann­wei­ler-Queich­ham­bach in der „Kul­tur­scheu­ne im Bach­s­telz­nest” das 1. Poe­ten­fest.

2014 wur­de sie Sek­ti­ons­lei­te­rin von Land­au und seit 2016 führ­te sie den Gesamt­ver­ein erfolg­reich aus einer schwe­ren struk­tu­rel­len Kri­se, Mit­glie­der­schwund etc.
Wie es z.B. Moni­ka Böss, Rena­te Demuth u.v.a. im Gespräch aus­drück­ten: Ein Glücks­fall!

Bir­git Heid schrieb in der Anfangs­zeit Sonet­ten im Stil von Mar­tha Saal­feld, eine Chro­nik der Godram­stei­ner Grund­schu­le und ab 2018 län­ge­re Kurz­pro­sa. Sie wand­te sich japa­ni­schen Gedicht­for­men wie Hai­ku, Tanka, Hai­bun zu und ver­öf­fent­lich­te etli­che Wer­ke mit Rei­se­er­leb­nis­sen und Tages­no­ti­zen. Sie wird dar­in für ihre prä­zi­se Beob­ach­tungs­ga­be des All­täg­li­chen und deren geho­be­ne lite­ra­ri­sche Umset­zung gelobt. Die Autorin weist eine brei­te Spann­brei­te an The­men auf, von Ver­bre­chen im Natio­nal­so­zia­lis­mus, humor­vol­len quee­ren Geschich­ten bis hin zu kli­ma­po­li­ti­schen Ver­wer­fun­gen der Gegen­wart; kon­se­quen­ter­wei­se lebt sie vegan und ach­tet sehr auf öko­lo­gi­sche und öko­no­mi­sche Ver­wen­dung von Res­sour­cen. Man beach­te hier­zu die Berich­te der Pol­li­chia über den Kli­ma­wan­del und Arten­ster­ben. Wann war zuletzt die Wind­schutz­schei­be voll von Insek­ten?

Bir­git Heid ist zudem talen­tiert in Erstel­lung und Pfle­ge einer eige­nen Home­page, sie pos­tet regel­mä­ßig in Insta­gram und Face­book, ver­folgt mit gro­ßem Inter­es­se Kanä­le von kri­ti­schen Influen­cern.
Sie ist auf sym­pa­thi­sche Wei­se gesel­lig, wenn es denn passt kann man ohne Wei­te­res einen Char­don­nay mit ihr tei­len und sich amü­sie­ren. Ja, Mensch­sein gehört dazu, sie gesteht ehr­lich Feh­ler ein, auch wenn es (etwas) schmer­zen mag.

Zuletzt schrieb sie zwei Roma­ne, wel­che noch nicht ver­öf­fent­licht wor­den sind. Eines beschäf­tigt sich mit ritu­el­len(?) Mas­sen­mor­den in der Jung­stein­zeit in Herx­heim, das ande­re dreht sich bio­gra­phisch um Moni­ka Mann, mitt­le­re Toch­ter von Tho­mas Mann, für das sie ein Lan­des-Sti­pen­di­um erhielt.


Mit ihrer Grup­pe „Wort­schatz” orga­ni­sier­te sie jah­re­lang vie­le Lesun­gen in der Land­au­er Regi­on. Im Back­ground wer­den Orga­ni­sa­ti­ons­ta­lent, Empa­thie und ein Blick für die Kos­ten benö­tigt. För­de­run­gen sind rar. Ver­net­zun­gen von einer lite­ra­tur­af­fi­nen Gast­wir­tin, über Bür­ger­meis­ter, Bezirks­ver­band bis hoch zum VS/Literaturwerk sind da hilf­reich.


Nach einem Unfall und zuneh­men­der grenz­wer­ti­ger Belas­tung setz­te sie sich klu­ger­wei­ser für einen moder­nen Team-Vor­stand ein, der ab Anfang 2025 mit fünf Vor­stän­den erfolg­reich sei­ne Arbeit auf­nahm. In der heu­ti­gen Zeit ist es nicht selbst­ver­ständ­lich, län­ger­fris­tig enga­gier­te Men­schen für das Ehren­amt zu fin­den, denn es kann auch Zeit­auf­wand und Umgang mit kom­ple­xen Situa­tio­nen bedeu­ten.


Der Lite­ra­ri­sche Ver­ein der Pfalz wünscht Bir­git Heid Gesund­heit und viel Glück sowie viel posi­ti­ve Ener­gie für ihre geplan­ten Pro­jek­te, z.B. eine coo­le Rei­se nach Japan 😉 🙂