Das belieb­te Hof­fest sorg­te trotz des Schau­er­wet­ters – ein klei­ner Segen
für die Natur – für gro­ße Reso­nanz.
Die The­men Kli­ma­wan­del, Nach­hal­tig­keit und „Hil­fe, wie ret­te ich akut
mei­nen Gar­ten” lock­ten beson­ders vie­le Gäs­te zu dem Vor­trag von Eva Hof­mann
aus Neu­stadt (Gar­ten­aka­de­mie Rhein­land-Pfalz). Ange­kün­digt war „Natur­na­he
Gar­ten- und Bal­kon­ge­stal­tung”, jetzt aber aus gutem Grund gewan­delt in
„Nach­hal­ti­ges Gärt­nern im kli­ma­ge­rech­ten Gar­ten”.

 

Jeder weiß Bescheid. Vom Urlaub in süd­li­chen Gefil­den oder aus den Medi­en
sind Bewäs­se­rungs­ver­bo­te und kata­stro­pha­le Wald­brän­de (aktu­ell in Rho­dos) neben
dem 6. Mas­sen­aus­ster­ben der Welt­ge­schich­te deut­lich mit­zu­er­le­ben. Vor zwei Jah­ren
war das Ahrtal schwerst betrof­fen. Auf dem letz­ten Poe­ten­fest des Lit.
Ver­eins waren Autorin­nen aus die­ser kri­sen­ge­schüt­tel­ten Regi­on zu Gast.

In den Räum­lich­kei­ten ist aktu­ell die Aus­stel­lung „Der Kli­ma­wan­del in der
Pfalz“ mit Fotos von Medi­en­preis­trä­ger Rei­ner Voß zu sehen (bis 19.
August), wel­che ein­dring­lich die Aus­trock­nung unse­rer Land­schaft sowie
extre­me Wet­ter­ereig­nis­se doku­men­tie­ren.

In der Pfalz­bi­blio­thek kann Lite­ra­tur zu dem The­ma aus­ge­lie­hen wer­den.

Im Hof sorg­te niveau­voll die Band Pony & Kleid mit der Sän­ge­rin Julia Jung
für den musi­ka­li­schen Rah­men, wäh­rend sich vie­le auf das begehr­te
Anti­qua­ri­at stürz­ten, dar­un­ter waren sel­te­ne Exem­pla­re zum Schnäpp­chen­preis
zu fin­den, auch Wer­ke von Mundartdichter*innen.

Clau­dia Ger­mann, Lei­te­rin der Pfalz­bi­blio­thek, gab bekannt, dass dies wohl
das letz­te Hof­fest die­ser Art sein wird. Ende des Jah­res beginnt der Umzug
in das schon län­ge­re Zeit leer­ste­hen­de Gebäu­de der Lan­des­zen­tral­bank in der
Fischer­stra­ße. In den Kel­ler­räu­men befin­den sich prak­ti­scher­wei­se Tre­so­re, die
ide­al für die siche­re Lage­rung von his­to­risch wert­vol­len Expo­na­ten wie z.
B. den Pfalz­sti­chen von Meri­an sind. Auch die Pfalz­ga­le­rie wird einen guten
Teil ihrer Schät­ze dort depo­nie­ren.