
Am Anfang wurden Grußworte vom Bockenheimer Bürgermeister Uli Keidel und der Weingräfin Lotte 1. an das zahlreich erschienene Publikum im Festzelt gerichtet. Die Moderation hatte wie schon letztes Jahr Dr. Michael Werner. Schirmherr war der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Leiningerland Daniel Krauß, welcher den Dialekt als identitätsstiftend bezeichnete, man kann davon leben und ihn leben, indem man ihn weiterträgt – so an eher hochdeutsch sprechende Kinder, welche oftmals ihre Emotionen in Mundart zum Ausdruck bringen.
90 Einreichungen von Autorinnen und Autoren gab es diesmal, die von der neunköpfigen Jury beurteilt wurden. Der Generationswechsel setzt sich langsam fort.
Prof. Dr. Beate Henn-Memmesheimer wurde für ihre 30-jährige Jury-Tätigkeit geehrt.
Die Organisatorin und Geschäftsführerin Heike Benß hatte kürzlich einen Unfall. Sie konnte leider nicht erscheinen und ist auf dem Weg der Besserung. Man richtete Genesungswünsche aus.
Den musikalischen Rahmen gestalteten „The Shooflies” aus Pennsylvania.
Beim 74. Dichterwettstreit am 17.10.2026 in Bockenheim wurden folgende Auszeichnungen vergeben:
Sonderpreis mit dem Motto „Weihnachten”: Maritta Reinhardt mit „Weihnachtscountdown”
Publikumspreis: Maritta Reinhardt
Dr. Wilhelm-Dautermann-Preis: Peter Eckert
Preis fer Neie: Heidi Eller mit „Anisplätzjer”
1. Preis: Bruno Steinhauer mit „im strooßecafé”
2. Preis: Silvia Kästner mit „Uffgäwwe”
3. Preis: Max Stapf mit „Fetze im Kopp”
Anerkennungspreise:
Maritta Reinhardt mit „Ich will face booke„
Heidi Eller mit „Dehaam unn aach dehaam„
Lothar Sattel mit „Zeitvertreib„
Gisela Gall mit „s große Spiel„
Norbert Schneider mit „Kerwegedicht„
Matthias Zech mit „Mit 94„
Stefan Klopp mit „Uffpasse„
Erwähnt, aber vor Ort nicht prämiert:
Hiwwe wie Driwwe Award: Mary Laub mit „Ebbes wehich die Sume”
Dr. Werner wies darauf hin, dass im Jubiläumsjahr 2027 die dritte Anthologie des Pfälzischen Mundartdichterwettstreits Bockenheim erscheinen wird.
