Foto: Bir­git Heid



Nach lan­ger Krank­heit war am 3. Juni 2026 der weit über die Pfäl­zer Gren­zen hin­aus bekann­te Schrift­stel­ler und Mund­art­dich­ter ver­stor­ben. Er schrieb eine Viel­zahl von Lyrik und Pro­sa­tex­ten, dar­un­ter Thea­ter­stü­cke, his­to­ri­sche Tex­te, Kri­ti­ken, Hör­spie­le, Fea­tures, Glos­sen, Gedicht- und Pro­sa­bän­de und erhielt für sein lite­ra­ri­sches Schaf­fen fünf­zehn Prei­se und Ehrun­gen. Vie­le sei­ner Freun­de hat er dar­über hin­aus mit Gedich­ten auf Gruß­kar­ten und Buch­si­gna­tu­ren bedacht. Er war lang­jäh­ri­ges Mit­glied des Lite­ra­ri­schen Ver­eins der Pfalz und leb­te seit vie­len Jah­ren in Herx­heim bei Land­au, wo er u.a. mit dem Chaw­we­rusch-Thea­ter koope­rier­te. 


Die Trau­er­fei­er in Herx­heim am 25. Juni 2026 wur­de von Micha­el Hergl gelei­tet und von eini­gen Weggefährt/innen beglei­tet. Vie­le Men­schen aus dem süd­pfäl­zer Kul­tur­be­reich, aber auch der ehe­ma­li­ge Minis­ter­prä­si­dent Alex­an­der Schweit­zer und der Kul­tur­wis­sen­schaft­ler Jür­gen Har­deck waren ange­reist. Ein Teil der Trau­er­fei­er bil­de­te der Trau­spruch von Micha­el Bau­er und Moni­ka Klee­bau­er, ein Sinn­spruch aus dem Sans­krit. Andrea Baur, Jen­ni­fer Har­ris, Bern­hard Van­ecek, Chris­ta Kra­witz, Ben­no Burk­hart, Benn Hergl, Felix S. Felix und Ste­phan Wriecz spiel­ten und san­gen Lie­der, zu denen Micha­el Bau­er den Text geschrie­ben hat­te oder die einen ande­ren Bezug zu ihm hat­ten. Ins­be­son­de­re „Spey­er bei Nacht” und „Come again” hin­ter­lie­ßen emo­tio­na­le Spu­ren.


Die Trau­er­re­de umfass­te Micha­el Bau­ers zahl­rei­che Lebens­sta­tio­nen und gab auch Anlass zum Schmun­zeln. So erfuhr man, dass er sei­ne Zeit als Lie­der­ma­cher in sei­nen jun­gen Jah­ren nur sehr ungern zur Spra­che brach­te. Das Glau­bens­be­kennt­nis der Fei­er war der 1990 in Seo­ul statt­ge­fun­de­nen Welt­ver­samm­lung der Christ/innen nach­emp­fun­den.



Bericht: Bir­git Heid am 26.6.26



Das anschlie­ßen­de Begräb­nis fand in einem ande­ren Dorf­teil statt und konn­te von Bir­git Heid lei­der nicht mehr besucht wer­den.